Für eine Recherche werden Kaufhaus-Erlebnisse gesucht. Es handelt sich um Berichte besonders das ehemalige Kaufhaus Wertheim betreffend, aber auch andere Institutionen, deren Stellenwert rapide sinkt. Was ist mit dem KaDeWe? Ist das noch wie früher? War früher sowieso alles besser? Was macht das Frühere, “Bessere” kaputt? Ich danke allen, die antworten!
Jetzt schon mal hiermit:

http://soundcloud.com/four-tet/much-love-to-the-plastic-people-dj-mix-december-2009

Berlinfo ist besorgt um das Wohlergehen der Künste.

Berlinfo ist strikter Verfechter von niemals alles in klein schreiben

BerlInfo sorgt dafür durch absichtliche Falschschreibung für Verwirrung und Stiften neuer Wörter und Zusammenhänge.

Berlinfo ist kein Prinzipienreiter, benutzt dennoch permanent Wörter wie immer, niemals, ich und Ihr.

BerlInfo findet Schönheit.

Die sogenannte Dichotomie, das liesse sich auch auf psychologie 2.0 neudeutsch als bipolare Störung ausdrücken, das ganz natürliche Hin- und Herpendeln, müssen auch nicht stets Extreme sein, allein bewegen wir uns nicht zwischen Leben und Tod?

Also um das ganze Gedöns ertragen zu können, braucht es

* Betäubungsmittel

* ein kaum erschütterbares Selbstbewusstsein

* alternativ völlige Ignoranz

* einen tollen schnellen Computer, der der Verwertungslogik unserer Tage entspricht

* ein Manifest gegen das theoretische Untermauern von praktisch unbrauchbarem Mist in Politik, Kunst, Beziehungen

* oder auch nur regelmäßig erfüllenden Sex

Auch wenn das Fieber, beinahe auch die Krankheit, nicht aber die Ursache überwunden ist, so wundert sich BerlInfo über das extrem Bildliche, das einem die Traumwelt so manches Mal projiziert. Nach der Lektüre Karl Schlögels Buch “Terror und Traum – Moskau 1937″ ist der Kopf natürlich gespeist mit einem riesigen Überbau an Informationen.
Nun als Resultat ganz plastisch von Johannes R. Becher zu träumen, ohne ihn je gesehen zu haben, auch in Schlögels Buch ist keine Abbildung von ihm, ist sehr erstaunlich.

Sah auch im Traum SO aus!

Nun wissen wir also auch nicht, ist das ein sozialistisches oder doch eher ein kapitalistisches Schlangenbad, denn, dass der mit Verstand und Herz versehene Mensch … also ist klar.

Und letztlich darf nicht fehlen: Auch Wilhelm Reich wohnte in der Schlangenbader Str., doch da gab es natürlich noch nicht A104, noch deren Bebauung.

Man versucht ja, nuechtern zu betrachten.

Haha hoehoe

Verlauf einer J 06.09 G

zuvor wochenlanges mitschleppen, das Potential, den Virus, der omnipräsent ist, unterdrückt zu lassen, da Organismus einfach stärker ist. Und der Wille wohl ebenso-
hin zum funky Zwischenfall, der es auslöst. Sarajevo, 28.06.1914.
Dies war übrigens ein sog. Insidergag für HistorikerInnen. Es fällt bestimmt gar nicht so leicht, Texte zu lesen, in denen es so voller %NUR FÜR EINGEWEIHTE%-Schiet ist, ich kann das nur durch ab und annes heiteres Norddeutsch erleichtern.

Nach Auslöser 24-48 Stunden zum Ausbruch. Markiert durch Niesreiz, der sich in zwei kurz hintereinander folgenden Niesern (petit MORD) manifestiert. Die Rotze also am Rollen. Mit Taschentuchpflicht. Und nicht immer bemerken, wenn the good ol Schnodder ausser Nase kommt.
Körpergefühl: beachtlich! Schwere und Schmerz, wen wundert’s?
Dann endlich, zwischen Tag 3 und 4 nach Ausbruch, noch Fieber dazu. Zurück zu heftigem Gliederschmerz, der zwischen global und sehr lokal changiert. Zurück zu Schnodder, der aber eine indigene, äh diskrete Zurückhaltung ausübt. Rüber zu ein büschen Husten anbei. Niesen übrigens gleich gänzlich verschwunden, dann.

Dafür dieses Fieber. Erstaunlich. Schlafen geht nur aus Erschöpfung. Träume.
Essen? Schwierig! Appetit ja, aber ist sehr flüchtig. So wie Hunger auch. Flüchtig, nein, wie ein eher stakkatohaft ist der Kopfschmerz. Er kommt, er geht, er ist da, er ist es nicht, er nervt. Er soll weggehen. Sofort. Trotzdem keine Tabletten. Das nervt ebenfalls. Opfer so oder so. Aber der Pharma-Industrie? Niemals.

Also als blogschreibendes Element gilt es, der schreibenden Konkurrenz auch mal über die Schulter zu kucken. Allein die drei? Hat sich so ergeben, rausred, E hat zum Geburtstag das Buch ‘Klage’ geschenkt.
Also die drei Männer, wieder keine Frauen, die sich im Selbstdarstellungszwang befinden, alle schon älter, alle mehr über Kunst, Kultur, mal Politik am Reden.
(Wo hingegen BerlInfo NUR über visuelle Anthropologie und so SPANNENDE Sachen schreibt)
Lottmann: weiß nicht.
Kuhlbrodt: hat durch gute Sachen, die er gemacht hat Stein im Brett
Goetz: am allerschwierigsten. Zwanghaft jugendlich eventuell, wie die anderen auch? Zumindest Lottmann? Aber erfrischend und wieder abtörnend. Hat er gerade Luhmann gelesen, hagelt es Fremdwörter. Hat er Bernhard gelesen, modelliert er die Sätze. Das Umgehen der Chiffre ‘Ich’ ist ja so sympathisch, macht auf die Dauer es aber auch einfach anstrengend. Ungefähr, wie wenn die Schwiegermutter der Mitbewohnerin da ist, man seine J 06.09 G zu pflegen versucht, dann doch mal die Küche aufsuchen mag, und das irgendwie nicht geht. Der Rechtfertigungs- oder auch nur der Unterhaltungszwang. Vielleicht geht es trotzdem. Wir sind doch schon gross.

Berlinfo tries after all to cover each and every interesting aspect of human living, esp. in Berlin. But Berlininfo, some call it even BerLeninfo, is not faultless. It is rather quite the reverse.

To escape from the whole shitty Schlamassel

Flucht hilft.

Ja Herzchens, die Schpeiß-Abgreid-Funktion kostet Geld und bezahlt werden soll über Paypel… Das geht natürlich nicht. Viel lieber wäre uns eine Möglichkeit, mit Popeln zu zahlen.
Also vorerst keine mp3-Einbettung hier und machmal Bilder und selten Gedichte.
Schlichte

*16.03.1924
+07.10.1985

Es ist hier so, dass wenn nicht unter Ausschluß, so doch unter abseits der Öffentlichkeit geschrieben wird. Vgl. dazu auch “Abseits- eine Geschichte zwischen Fussball und Vereinsamung”.

Also kann ich, entschuldigung, wir, das AutorInnenkollektiv BerlInfo auch das nächste Projekt, den kommenden Tagebucheintrag, das bevorstehende Vorhaben skizzieren hier.
Wolfgang Kieling ist eine erstaunliche Person. Aus dem Gedächtnis der schon alte Onkel, der immer wieder überall in TV, aber auch Hörspielen auftauchte. Also Schwarzwaldklinik und solche Sachen.
Die Recherche ergab gleich mehr.
Geboren in der Bürknerstrasse. GGut (Grundgesetz – nicht Gudrun, weil dann auch mit h), denn das Viertel wurde ja kürzlich noch mit dem Etikett “Neu-Berg” als schicke, jetzt en vogue Gegend vermarktet, wo es noch gerade so halbwegs günstige Mieten gäbe… und so weit vom Zentrum (Welches ist das?) auch nicht entfernt. Und ja, es ist ein Kreuz: Köln!

Dann dieses Wechseln. Ost und West.
Desweiteren: diese Stimme!

Sehr geehrte Frau Weiss,

zur Verleihung des Karl-Sczuka-Preis’ möchte ich mir erlauben, folgendes mitzuteilen.
1. Wolfgang Müllers Stück ist eine hervorragende Wahl.
2. Dass Sie den Förderpreis nicht vergeben haben, finde ich unglaublich.

zu 2.
wie kann das sein? Waren die Einreichungen so schlecht? Mich frappiert die Nicht-Verleihung tatsächlich so stark, da ich nicht glauben kann, dass niemand Förderungfähiges dabei war. Es muss doch etliche junge Künstler geben, die nur nach so einer Art Stipendium lechzen.
Gut, ich gebe zu, ich meine nicht zuletzt auch mich damit. Allein ich bewarb mich nicht. Warum? Weil mein Projekt nicht rechtzeitig fertig wurde, um es im schillernden Licht präsentieren zu können. Und darum ärgert es mich, dass kein Förderpreis verliehen worden ist. Wenn ich andere in meine Situation imaginiere, wäre so ein kleines Bischen Förderung so hilfreich. Ich benötige zwei Jobs, um Miete zu bezahlen, mein Kind durchzubekommen und natürlich habe ich dennoch schon Schulden gemacht, aber auch trotzdem mache ich weiter künstlerische Projekte, arbeite im auditiven Bereich, wenn denn etwas Zeit da ist. Und ja, es ärgert mich. Weil ich denke, dass die Gelder bei irgendwelchen hübschen Jury-Sitzungen in Baden-Baden verbraten werden, anstelle von mir einfach mal einen neuen Rechner (meiner ist von 2000) zu besorgen und / oder einfach mal ein taugendes Aufnahmegerät. Das würde schon so viel helfen. Aber mein Eindruck ist, dass es einer studierten Laufbahn mit zusätzlich 27 Praktika bedarf, um in diesem Land überhaupt ernst genommen zu werden. Also ein Hartz 4 Empfänger wird wohl kaum den Karl-Sczuka-Förderungspreis bekommen, wa?

Also irgendwie ist das hier zu einem recht hilflosem Hilferuf ausgeartet. Aber vielleicht haben Sie ja trotzdem mal Lust, meine myspace-Seite anzuhören. Das Projekt, das ich einreichen wollte, ist über sog. mental maps. Wie erfasst ein Gehirn seine Umgebung? Wie weit kann das gehen? Es gibt bereits Vorarbeiten und i.G. möchte ich sehr gerne daran weiter arbeiten. Vielleicht können Sie mir ja ein, zwei Tipps geben; und selbst wenn Sie meinen kleinen Protest lesen und nicht antworten bin ich schon etwas gütiger.

Ich grüße Sie herzlich,